Länderinfo für Peru

Lage
  Peru ist das drittgrößte Land Lateinamerikas (ca. 1,3 Mio. km2) - es liegt im nordwestlichen Teil, südlich des Äquators. Das Land grenzt im Norden an  Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik
Einwohner
  Ca. 29,8 Millionen, die Quechua- und Aymara-sprechenden Indígenas stellen gut die Hälfte der Bevölkerung dar, ca. 37% sind Mestizen und ca. 13% Weiße
Währung
  Nuevo Sol (S./) (1 S./ = 100 céntimos)
Sprache
  Hauptsprache ist Spanisch, zweite Landessprache Quechua
Zeitverschiebung
  MEZ – 6 Std. / während der mitteleuropäischen Sommerzeit – 7 Std.
Stromspannung
  220 V Wechselstrom, es empfiehlt sich die Mitnahme eines Multi-Adapters
Feiertage
  1. Januar; 1. Mai; 29. Juni; 28.,29. Juli; 15., 30. August; 9. Oktober; 1.Nov.;8., 25., 31. Dezember; beweglich: Gründonnerstag, Karfreitag, Fronleichnam.
Öffnungszeiten
  Es gibt keine gesetzlichen Ladenschlusszeiten; die meisten Geschäfte öffnen zwischen 9/10 Uhr und schließen gegen 19/20 Uhr – Siesta ist generell von 13 – 15 Uhr . Banken und Behörden sind während der Sommermonate (Januar – März) nur vormittags geöffnet; ansonsten: 9 - 12.30 Uhr; 15 - 18 Uhr.
Klima
  Die Jahreszeiten sind denen Europas entgegengesetzt. Die Küste ist regenarm und von Januar bis März herrscht strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und Badezeit – von Mai bis November bedeckt hier allerdings der typische "garúa", ein sich nur zäh auflösender Hochnebel den Himmel. In den Anden überwiegt ein teils gemäßigtes, teils kaltes Gebirgsklima. Hier ist von November bis April Regenzeit und von Mai bis Oktober Trockenzeit.
Beste Reisezeiten
  Für die Andenregion ist der südamerikanische Winter (Mai – Anfang September) zu empfehlen: Im Hochland ist mit geringen Niederschlägen zu rechnen und tagsüber ist es meist sonnig und warm – allerdings sinkt die Temperatur nachts bis unter den Gefrierpunkt. Im Allgemeinen ist die Zwischensaison ein Tipp für Kenner – von Mitte September bis Mitte Dezember bzw. von Mitte März bis Mitte Mai gibt es weniger Touristen, günstigere Preise und meist schönes Wetter.
Kleidung
  Richtet sich nach der Zielregion. Sommerkleidung für die warmen Monate und für die kühlen Abende einen leichten Mantel oder Pullover. Im Amazonasgebiet ganzjährig leichte Sommerkleidung, Regenschutz und gutes Schuhwerk.

Für den Aufenthalt im Hochland ist warme Kleidung notwendig und zudem sollten hier Medikamente gegen die Höhenkrankheit mitgeführt werden.
Politik & Wirtschaft
  Nach früheren Jahren politischer und wirtschaftlicher Instabilität, ist die Lage heute sehr stabil und das Land eine Präsidial-Demokratie.

Peru ist nach wie vor ein Agrarland und 50 % der Berufstätigen arbeiten in der Land- oder Forstwirtschaft und der Fischerei. Der Tourismus hat als Devisenquelle einen hohen Stellenwert in der peruanischen Volkswirtschaft und wird auch seit einiger Zeit vom Staat mit Nachdruck gefördert.
Städte/Regionen von touristischer Bedeutung
 
Lima
Altstadt, Kolonialbauten, Kathedrale
Cusco
"Nabel der Welt" – wichtigste Stadt der Inkas Kathedrale, Inkafestung Sacsayhuaman
Urubamba Tal
Indiomarkt von Pisac, Inka-Festung Ollantaytambo
Machu Picchu
berühmteste Ruinenstadt der Inkas
Manú
tropischer Nationalpark : Dschungel pur
Titicacasee
höchstgelegener schiffbarer See der Welt
Puno
"Hauptstadt der Folklore"
Copacabana
wichtigster Wallfahrtsort Lateinamerikas
Paracas/Nazca
Wüstenregion entlang der Pazifik-küste
Trujillo/Chiclayo
Grab des Herrschers von Sipan
Chan Chan
Ruine der einstmals größten Lehm-stadt der Welt
Flora und Fauna
  Peru zählt zu den fünf Ländern mit der größten biologischen Vielfalt und vereint 28 verschiedene Klimaarten in sich. Die größte Artenvielfalt bietet sich im tropisch-schwülen Tiefland und an den regenreichen Obstabhängen der Anden. Man findet in Peru eine ungeheuere Fülle von Bäumen, Kletterpflanzen und tropischer Blumen, jedoch auch die typische Wüstenvegetation (Sträucher, Gräser Kakteen) in der Küstenregion. Ebenso vielfältig ist die Tierwelt. In der Sierra sind Lamas, Alpakas und Guanakos verbreitet und zu den Tieren der tropischen Montaña gehören Jaguare, Pumas, Gürteltiere, Pekaris, Ameisenbären, Alligatoren und mehrere Dutzend Affenarten. Die Vogelwelt Perus umfasst sowohl Andenkondor als auch Papageien und Flamingos.
Kulinarisches
  In Perus kreolischer Küche verschmelzen die einheimischen mit den europäischen Rezepten. Das Angebot an Meeresfrüchten ist sehr reich, typisch ist hier der "ceviche", roher Fisch mit Limonensaft und Zwiebeln mariniert. Spezialitäten der peruanischen Küche sind außerdem "Anticuchos" (Fleischspieße mit Rinderherz), "Rocoto Relleno" (würzig gefüllte Paprikaschoten) und "La Ocopa", gekochte Kartoffeln, mit einer Soße aus Käse und Nüssen übergossen. Liebhaber von Süßem probieren den "Mazamorra morada" (Pudding aus Mais) oder "Picaronesa" (in Fett gebratene Teigwaren mit Zuckersirup).
Souvenirs
  Peru ist für seine Keramik berühmt. Das Kunsthandwerk sowie auch Textilwaren wie Schale, Ponchos, Kissen oder auch Gürtel, Wandteppiche und Taschen sind durch die typischen regionalen Muster geprägt. Zudem sind Silberwaren preiswert. Am besten kauft man auf einem der volkstümlichen Märkte ein.